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Institut für Kulturwissenschaft
Humboldt-Universität zu Berlin
Tel.: +49-30-25797870
Mail: stefan.laube@hu-berlin.de
















Die bereits vergriffene Begleitpublikation zur Ausstellung Goldenes Wissen ist wegen großer Nachfrage wieder lieferbar beim Harrassowitz-Verlag.

Das Buch Von der Reliquie zum Ding, ursprünglich beim Akademie-Verlag verlegt, kann von nun an bei De Gruyter in verschiedenen Formaten erworben werden.

Im Sommersemester 2016 richte ich an der Humboldt-Universität zu Berlin (Institut für Kulturwissenschaft, Mo 16-18) ein Seminar aus zum Thema Weltmuseum und Kulturkonflikt.

Beschreibung: Wird in Berlin derzeit das Museum neu erfunden? Nimmt man die programmatischen Äußerungen der Verantwortlichen des Humboldt-Forums beim Wort, so wird ein einzigartiges Zentrum für Kunst, Kultur, Wissenschaft und Bildung, ein einmaliges Diskussionsforum der Kulturen der Welt entstehen. Elixier des Schlossneubaus sollen vor allem außereuropäische Exponate sein, die grundlegend neu in Szene gesetzt werden. Es heißt, dass von hier aus die ethnologischen Sammlungen mit den europäischen Sammlungen auf der Museumsinsel in einen engen Dialog treten können. Anlass genug, sich die Frage zu stellen, wie man in früheren Zeiten mit fremden Objekten umgegangen ist. Wie wurden Dinge aus der Ferne erworben, wie wurde aus ihnen Wissen gewonnen? Wie sahen die Ordnungen aus, in denen Dinge aus der Ferne präsentiert wurden? Welche Abgrenzungsmuster und Herrschaftsphantasien konnten sich im Umgang mit fremden Dingen entfalten (Kolonialismus)? Eine stets neu zu differenzierende Gemengelage aus Fremdheitserfahrungen, Wissenschaftsinteressen und Repräsentationsambitionen bestimmte die global ausgreifende Sammeltätigkeit und die Rezeption in den daraus hervorgegangenen Museen. Die Überlegungen zum fremden Ding sollen bereits bei der Kunstkammer im frühmusealen Zeitalter einsetzen. Das Seminar behandelt darüber hinaus die Entwicklung der Ethnologie als Leitdisziplin und aktuelle Streitfragen.


Buch-Projekt zu meiner Vorlesung Weltsprache der Dinge, die ich im Sommersemster 2015 für das Institut für Kulturwissenschaft der HU Berlin gegalten habe, Arbeitstitel: Quartett der Dinge. Eine Kulturgeschichte im Spiegel ausgewählter Objekte in Berliner Museen".

Beschreibung: Dinge haben eine Biographie, sie sind zu Museumsobjekten geworden, zu Karriere-Objekten, die in der Vitrine bestaunt werden. Das von der Steinzeit bis ins 20. Jahrhundert reichende Panorama der Dinge in diesem Buch schöpft aus dem Reichtum des Berliner Museumsbestandes. Das Spektrum reicht zeitlich vom Faustkeil bis zur Videoinstallation, geographisch vom Federumhang aus Hawaii bis zum Goldrubinglas von der Pfaueninsel auf der Havel, umfänglich von einer wenige Zentimeter großen Rinderfigur aus Mesoptamien bis zur raumgreifenden Gartenskulptur im Hamburger Bahnhof. Das „Quartett der Dinge“ fächert im Stile eines Kompendiums eine Weltsprache der Dinge auf. Wie beim beliebten Kartenspiel bringen siebzehn Quartette ebensoviele kulturwissenschaftliche Sachverhalte dem Leser/der Leserin vielstimmig nahe. So erfährt der Leser einiges zum Verhältnis zwischen Tier und Mensch, zum Zeitverständnis, zu Ritualen und Mythen. Auch die Aura der Dinge wird eingehend behandelt, wie z.B. in der Gegenüberstellung von Fetisch und  Reliquienkult. Objekte werden die Antriebsquelle sein, zentrale Gedanken zu Spiel- und Gabetheorien, zur Funktion von Geld und Kleidung, zur Gewalt, zum Jenseits etc. zu formulieren. Die Bodenhaftung der Dinge wird stets gewährleisten, dass sich das Theoretische nicht verselbstständigt.







 













 
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